:: BERLIN:: 23.-24.8.17

:: DEUTSCHLAND ::

ZUSAMMENFASSUNG DER DISKUSSIONSRUNDEN

KONFERENZ
Tanz Körper Erweiterung :: Stretching the Physicality of Dance

 

In drei Diskussionsrunden standen die Personen im Mittelpunkt, die sich in unterschiedlicher Weise damit befassten, den Tanzkörper über das Gewohnte zu erweitern. In das, was sie dabei erlebten und was sie dabei bewegte, gaben sie einen persönlichen Einblick, indem sie sich mit ihren Erfahrungen, ihren Gedanken und Anliegen den Konferenzteilnehmern mitteilten.

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Mit Matan Zamir und Nicola Mascia, dem Berliner Choreographen-Duo matanicola, unterhielt sich Ursula Schorn zm Thema „Diversity exists“.

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Sie hatten sich im Jahr davor kennen gelernt, als die Berliner Initiative tanzfähig durch ihre Beteiligung am EU-Projekt „Moving Beyond Inclusion“ matanicola die Gelegenheit geben konnte, vier Tage lang choreographische Forschung unter den Bedingungen körperlicher Vielfalt zu betreiben. Bevor sich ihr Gespräch seinem eigentlichen Thema zuwandte, legten die drei Gesprächspartner dar, was sie überhaupt dazu gebracht hatte, sich damit zu beschäftigen. Für Nicola war zwar auch seine Zusammenarbeit mit Matan von ihrer beider Verschiedenheit bestimmt, aber darüber hinaus war für ihn nationale, sexuelle oder persönliche Vielfalt eine so unumstößliche Tatsache, dass es für ihn als Künstler einfach nahelag, sich damit auseinanderzusetzen. Matan führte sein Interesse an Andersheit darauf zurück, dass er mit einer jüngeren Schwester aufgewachsen war, die nach einem Atemstillstand hirngeschädigt nicht sprach, aber nicht-sprachlich ihre Wünsche klar ausdrücken konnte und zu der er sich von klein auf stark hingezogen fühlte, während Ursula ihr Verständnis von Tanz allgemein darauf bezog, dass sie die im Schatten der NS-Zeit erlebte Diskriminerung von Anderen grundlegend geprägt hatte. Matan erwähnte die Forschungstage bei tanzfähig, als er betonte, dass körperliche Verschiedenheit zwar objektiv auszumachen und auch die Gruppe, mit der sie dort gearbeitet hätten, überaus verschieden gewesen sei, dass aber auf einer anderen Ebene alle Menschen gleich seien; im Tanz sei für ihn der gemeinsame Boden, aus dem heraus dann die Gestaltung erfolge, die bewusste Präsenz, d.h. ein Zustand, auf dem die Aufmerksamkeit nicht auf die Objekte der äußeren Welt gerichtet sei, sondern auf die Art und Weise, wie aus dem Inneren des Subjekts die Welt wahrgenommen werde. Ursula, die die Forschungstage als Beobachterin begleitet hatte, erinnerte, wie eindrucksvoll es für sie gewesen sei, von außen zu wahrzunehmen, wenn die Tänzer diesen gemeinsamen Boden erreicht hätten; dabei gehe es dann bei aller körperlicher Verschiedenheit nicht mehr um Inklusion von behinderten Tänzern, sondern alle hätten eine interne Inklusion ihres Körpers und ihrer Emotion vollzogen, seien miteinander verbunden und doch bestehe die Diversität fort. Nicola stellte klar, dass sie bewusst nicht hervorhöben, wenn sie sich mit Differenz befassten, denn indem man es tue, ändere sich der Blick auf die Menschen. Er verwies auf ihre Arbeit mit Gehörlosen und Parkinson-Tänzern, die nie pädagogisch, sondern immer künstlerisch sei; sie hätten jeweils viele Instruktionen bekommen, was man dürfe oder was man zu unterlassen habe, aber sie würden lieber schauen, was da sei, das würden sie dann entwickeln und kämen damit in Bereiche, wo ihnen vorher gesagt worden sei, das sei unmöglich. Er schilderte, wie sie für „BodySLANGuage“, eine Performance mit gehörlosen und hörenden Performern, den Traum einer Gehörlosen aufgegriffen hätten, sie wolle singen; obwohl sie es ihnen davor selbst erzählt habe, sei sie anfangs empört gewesen, als sie sie darin ernst genommen hätten und es umsetzen wollten; sie, die nie zuvor einen Song gehört habe, habe dann mit Worten und teils auch mit Gebärden gesungen und erst nach der Aufführung durch die Rückmeldung anderer Gehörloser verstanden, welche Grenzen sie damit überschritten habe. Bewusst, so Matan und Nicola, gingen sie in die Bereiche, wo die Emotion sei und wo sie sich selbst herausgefordert fühlten; etwas müsse sie berühren, müsse sie bewegen, damit es für sie bedeutsam werde. Bezogen auf „Bleach“, ein Stück, das sie mit fünf Performern mit Down-Syndrom erarbeitet hätten, hob Matan hervor, wie wichtig es ihnen sei, sich bei ihrer künstlerischen Arbeit mit den Menschen zu verbinden, sich zurückzunehmen und von ihnen zu lernen. Nicola ergänzte, dass sie gerade mit diesen Tänzern Abstand von einer festen Form genommen und stattdessen wegen der Unvorhersagbarkeit, die von ihnen ausgegangen sei, sich dafür entschieden hätten, jeweils aufzugreifen, was von ihnen komme, so dass dann jede Vorstellung anders verlaufen sei. In ihrer Schlussbemerkung kam Ursula Schorn noch einmal auf den Begriff der Inklusion zurück. Nun verwies sie darauf, dass Matan und Nicola sich in den Prozess inkludierten und daher die Anderen nicht mehr zu inkludieren seien. Aus dem Publikum bemerkte eine Teilnehmerin, eine Rollstuhl-Fahrerin, wie beeindruckt sie sei, dass matanicola behinderte Menschen nicht für ihre Kunst ausbeuten, sondern ihnen einen Raum für ihre besonderen Möglichkeiten eröffnen würden.

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Das folgende Podiumsgespräch zum Thema „Tanz, Körper und Identität“ führte Susanne Quinten mit Anna Mülter, Dodzi Dougban und Tanja Erhart.

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Einleitend hob sie hervor, dass man sich dabei mit einem Thema befasse, dass erstmals vor 20 Jahren Ann Cooper Albright in ihrem Buch „Choreographing Difference“ sehr kompetent behandelt habe; heute kämen dafür Personen mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen zusammen: Bei Dodzi sei es neben der künstlerischen Sichtweise die pädagogische, bei Tanja neben der der Tänzerin die der Kulturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Disability Studies und bei Anna die des Kulturmanagements, während sie selbst Tanzforschung aus Sicht einer Rehabilitationswissenschaftlerin betreibe. Als erstes wollte sie von ihrem Gesprächspartnern wissen, wie ihrer Meinung nach am besten über Behinderung zu sprechen sei oder was man zu vermeiden habe. Anna verwies kurz darauf, dass sie und Tanja es bei vielen Beiträgen der Konferenz als problematisch befunden hätten, mit wie wenig Gespür für Sprache bestimmte Begriffe verwandt würden. Mit Bezug auf die Disability Studies führte Tanja aus, dass in der englischen Literatur über „behinderte Menschen“ gesprochen würde; sie übernehme es für sich, weil damit besagt würde, das Behindert-Sein gehöre zum Menschen dazu, während in der amerikanischen Literatur bewusst von „Menschen mit Behinderung“ gesprochen würde, um den Menschen in den Vordergrund zu rücken und nicht die Behinderung. Weiter erklärte sie den Unterschied zwischen dem medizinischen und dem sozialen Modell von Behinderung und gab zu bedenken, dass der Begriff Behinderung allgemein negativ besetzt sei; ihr selbst gebe der Zeitgenössische Tanz einen Raum, wo sie sich jenseits des medizinischen Modells mit ihrem Körper so befassen könne, wie er sei. Dodzi stellte klar, dass er sich nicht behindert fühle, obwohl er von Hörenden dafür gehalten werde, dass er sich aber stigmatisiert fühle, wenn der Kontakt abbreche, weil er gehörlos sei. Auf Susannes Bemerkung, Identität ergebe sich zum einen daraus, wie man über sich spreche, zum anderen daraus, wie über einen gesprochen werde, ergänzte er, dass er in einer afrikanischen Kultur groß geworden sei, wo seine Eltern es als eine Strafe der Götter angesehen hätten, dass er krankheitsbedingt als kleines Kind sein Gehör verloren habe, dass sie ihn aber in alles einbezogen hätten, was sie machten, und er durch sie Sprache gelernt habe. Anna hielt es für wichtig, dass in einem Gespräch die selbstgewählten Bezeichnungen übernommen würden. Sie wies darauf hin, dass eine Unterscheidung zwischen behinderten und normalen Performern eine Hierarchie schaffe, und schlug statt dessen vor, von nicht-behinderten Performern zu sprechen; sie forderte alle dazu auf, sensibel dafür zu werden, welche Bilder mit Sprache geschaffen würden. Mit ihrer nächsten Frage wollte Susanne erkunden, was ihr Körper für das Selbstverständnis von behinderten Tänzern bedeute. Tanja beschrieb, dass sie für den Tanz eigentlich drei Körper habe, je nach dem, ob sie mit Krücken, im Rollstuhl oder ohne Hilfsmittel tanze, und dass sie sich je nach der Aufgabenstellung des Choreographen für einen entscheide bzw. es dem Choreographen anbiete, zu wählen, mit welcher ihrer Körperlichkeiten er arbeiten wolle. Dodzi erkannte sich darin wieder und fand, dass auch er verschiedene Körper habe; so nehme er den Rhythmus über den Boden auf und kommuniziere mit seinem Körper und ihm fehle die Melodie nicht, weil er sie in seinem Körper finde. Anna sah sich als Teil von Institutionen in der Verantwortung, den in den Medien dominanten Körperbildern etwas entgegenzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass sich auf der Bühne die Körperlichkeiten widerspiegelten, die es in der Gesellschaft gebe. Sie fand es schockierend, wie wenig die Berliner Tanzszene auf der Konferenz vertreten sei und wie sehr dort das Potential unterschiedlicher Körperlichkeit vernachlässigt werde; sie wies auch darauf hin, dass es keine Künstler mit Behinderung in einer verantwortlichen Position gäbe, und hoffte, dass die bei der Eröffnung geäußerten Bedenken des Kultursenators sich in kulturpolitischen Entscheidungen niederschlagen würden. Nachdem Susanne die offene Frage gestellt hatte, was es für die Gesellschaft bedeute, wenn nicht mehr zwischen behindert und nicht-behindert unterschieden werde, wenn Difernz keine Rolle mehr spielte und wenn es eine Sensibilität für alle Unterschiedlichkeit gäbe, wollte sie als letztes von ihren Gesprächspartnern wissen, was ihre Visionen für den Zeitgenössischen Tanz seien. Dodzi wünschte sich mehr Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander. Er bedauerte es, dass die Gehörlosen-Community sich nicht als ein Teil der Behinderten-Community sehe und dass Gehörlose den größten Teil ihres Lebens außerhalb von Musik und Tanz verbringen würden. Tanja sprach sich gegen die Dichotomisierung in behindert und nicht-behindert aus. Sie äußerte die Auffassung, dass der Zeitgenössische Tanz dazu beitragen könne, die gesellschaft übliche Reproduktion von Stereotypien über Behinderung aufzubrechen und den Begriff mit anderen Bildern zu verbinden. Dodzi ergänzte daraufhin, dass er in seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht mit „behindert / nicht-behindert“ arbeite, sondern als Individuum auf sie zugehe und ihnen vermittle, dass nicht alles einwandfrei sein müsse, was sie machten. Anna meinte, dass sie als lernende Kuratorin in einer Insitution sich auf einem spannenden Weg befinde, wo Behinderung nicht mehr marginal sei, sondern dominante Vorstellungen herausfordere; bezogen auf die Berliner Tanzszene hoffte sie, dass sich ein Bewusstsein ausbilde für die Schnittmenge von behindert und queer.

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In einer abschließenden offenen Diskussion unter Leitung von Bernhard Richarz kamen die Teilnehmer der Konferenz zu Wort. In ihren Beiträgen folgten sie seiner Aufforderung, am Ende der Tagung auszusprechen, welche Gedanken sie nun beschäftigten, was von dem Gehörten und Besprochenen sie bewegte oder was sie meinten, aus ihrer Sicht hinzufügen zu wollen. Aus ihren Bemerkungen ergab sich ein buntes Muster von weiteren Anregungen, persönlichen Wünschen oder Erkenntnissen und gesellschaften Bezügen.

Für Babette Kunze Bornemann, die als erste sprach, war die Thematik der Konferenz neu und sie regte an, in zwei Jahre eine entsprechende Konferenz zu wiederholen, an der dann noch mehr Menschen mit Behinderung beteiligt sein sollten.

Ariane Hassan Pour-Razavi fand die Auseinandersetzung, wie über Behinderung richtig zu sprechen sei, so verwirrend, dass sie als Betroffene darin keine Klärung sah; ebenso blieb für sie unklar, was es für sie bedeuten würde, professionell zu tanzen, und ob sie es überhaupt wolle.

Gabriele Gierz stellte fest, dass sich durch die Konferenz ihr Denken verändere, und für sie ihre Arbeit mit Alten im Tanz nun nicht mehr grundsätzlich verschieden war von der mit Behinderten.

Als Veranstalterin eines Tanzfestivals betonte Karin Kirchhoff, dass sie auf die Qualität und nicht auf die physischen Gegebenheiten von Tänzern schaue, so dass für sie der springende Punkt sei, wie der Zugang zu professionellen Ausbildungen geregelt werde.

Obwohl sie schon lange sich mit Inklusion befasse, so Stefanie Josefine Katzer, könne sie sich erst durch die Konferenz und die Begegnung mit behinderten Tänzern zugestehen, mehr auf sich und ihre körperlichen Grenzen zu schauen.

Dodzi Dougban wandte sich an die Kuratoren und Kulturmanager und forderte sie auf, allen die gleiche Chance zu geben und mit allen zusammenzuarbeiten, unabhängig ob behindert oder nicht.

Um nicht immer wieder an dieselbe Grenze zu stoßen, nämlich in der künstlerischen Arbeit nicht ernst genommen zu werden, sobald Menschen mit Behinderung beteiligt seien, hielt es Lisette Reuter für wichtig, noch viel mehr die Politik in das Gespräch einzubeziehen; sie sah die Chance, Inklusion nicht nur in der Bildung, sondern auch in der Kultur umzusetzen, wenn diejenigen, die in dem Bereich tätig seien, zusamenstünden und sich vernetzten.

Susanne Quinten kam auf das Wort zu sprechen, das sich ihr am stärksten eingeprägt habe, nämlich Sensibilisierung, auch körperliche, für Fragen der Differenz in der Gesellschaft.

Silke Schönfleisch-Backofen wünschte sich mehr mutige Menschen; denn, so fuhr sie fort, wenn wir uns trauten, Dinge zu tun, für die wir brennen würden, dann würden wir Kunst mit oder ohne Behinderung schaffen – und vielleicht auch das Mehr, nach dem wir suchten.

Jess Curtis erinnerte, wie viel sich in den letzten Jahren in dem Bereich von Tanz und Behinderung getan habe, denn als er in Berlin 2010 ein Symposium zu dem Thema organisiert habe, seien es nur ganz wenige Menschen gewesen, die es besucht hätten; er warnte aber auch davor, dass behinderte Körper kolonialisiert würden, denn er selbst bekomme zwanzigmal mehr Förderung, wenn er behinderte Körperlichkeiten einbeziehe; und als Beispiel des Wandels verwies er noch auf seine langjährige Zusammenarbeit mit Claire Cunningham, die anfangs bei ihm performt, aber zuletzt ihn als choreografischen Ratgeber engagiert habe.

Sigal Bergman zeigte sich erstaunt, wie getrennt alle seien, dass sie zwar mit Parkinson-Tänzern arbeite, aber nicht mit anderen Behinderten, und betroffen, wie wenig sie wisse, was sie brauchten oder wie sie die Welt sähen.

Von Stephanie Greenwald wurde kritisch vermerkt, dass es auf der Konferenz viel um Kunst gegangen sei, dass es aber auch von Wert sei, wenn Tänzer mit Parkinson oder MS tanzen würden, weil es ihnen um ihre Gesundheit ginge.

Luke Pell zeigte sich angetan, wie viele Menschen, Perspektiven und Identitäten auf der Konferenz zusammen gekommen seien, und er wies die Aussage als falsch zurück, dass alle behindert seien; er forderte die Konferenzteilnehmer auf, zu bedenken, dass die Strukturen, in denen künstlerisch gearbeitet würde, von Nicht-Behinderten gemacht seien, und sich zu fragen, wo die Stimmen seien, die gehört würden, und wer die Entscheidungen treffe.

Kathryn Rees bezog sich auf ihre Erfahrung im Unterricht und hielt es für geboten, dass auch Tänzer mit Down-Syndrom eine Ausbildung erhielten, die ihrer Leidenschaft für den Tanz entspreche.

Für Sarah-Lena Brieger war es bemerkenswert, so viele Menschen getroffen zu haben, die dieselben Ideen und Visionen in sich trügen; sie hielt es für erforderlich, dass die Gesellschaft sich von klein auf noch viel mehr öffne und dass das Publikum angeregt werde, anders zu denken.

Als letzte meldete sich Ariane Hassan Pour-Razavi noch einmal zu Wort: Sie fände es schwierig, von Nicht-Betroffenen zu verlangen, sich mehr für das Thema der Konferenz zu öffnen; nicht jeder könne es gut ertragen, im Tanz schwer kranke Menschen anzuschauen; dennoch, so fuhr sie fort, sei zu überlegen, was die Gesellschaft dazu bringen könne, dass die Hürden nicht so hoch und der Umgang selbstverständlicher sei.

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Die Schlussworte in der offenen Diskussion und in der gesamten Tagung gehörten den Veranstaltern:

Nik Haffner, Leiter des HZT Berlin, warf die Frage auf, ob eine nächste Konferenz in zwei Jahren nicht zu wenig sei und es nicht viel mehr etwas Kontinuierliches bräuchte, um den Prozess weiterzuführen. Er selbst, so fuhr er fort, wolle das Thema in die Ausbildungskonferenz Tanz einbringen, auch wenn es für die Mehrheit wahrscheinlich kaum vorstellbar sei.

Für tanzfähig zeigte sich Evelyne Walser-Wohlfarter davon überwältigt, wie viele Menschen gekommen seien und die Thematik der Konferenz aufgegriffen hätten; damit sei für tanzfähig ein Wunsch in Erfüllung gegangen; sie wisse zwar noch nicht, wie es weitergehen könne, sei aber davon überzeugt, dass es weitergehen werde.

Als Vertreter des Dachverband Tanz Deutschland sah es Michael Freundt als wesentlich an, dass durch die Konferenz KünsterInnen mit Verschiedenheit sichtbar geworden seien, und meinte dazu, je häufiger es passiere, um so deutlicher setze sich das Andere durch und verändere es die Norm. Bei diesem Thema, das alle betreffe, so betonte er, könne der Dachverband vernetzend wirken und Politiker und Förderer ebenso ansprechen wie diejenigen, die auf der Bühne oder in der Ausbildung wirkten.

 

:: K O N F E R E N Z ::
TANZ KÖRPER ERWEITERUNG
STRETCHING THE PHYSICALITY OF DANCE
Berlin | 23. – 24. August 2017

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