NICOLA MASCIA

 

:: DIVERSITY EXISTS ::
Nicola Mascia und Matan Zamir im Gespräch
mit Ursula Schorn

Als die Tanzpädagogin, Tanz- und Gestalttherapeutin Ursula Schorn und das Berliner Choreographen-Duo Matan Zamir und Nicola Mascia (matanicola) sich bei den choreographischen Forschungstagen für und mit tanzfähig im September 2016 zum ersten Mal trafen, entdeckten sie ihr gemeinsames Interesse daran, Fragen zur Vielfalt im Tanz zu stellen, die noch keine Antwort haben.

Die jetzige Begegnung wird ihren Gedankenaustausch informell fortsetzen und sich mit den Herausforderungen auseinandersetzen, die sich aus Diversität und körperlicher Vielfalt im Tanz ergeben. Es geschieht in der Hoffnung, den Diskurs über den Tanz hinaus erweitern und sich interkulturellen und geschlechtsbezogenen Fragen zuwenden zu können. Im Wissen darum, dass es keine einfachen Antworten auf all die Fragen gibt, die mit Diversität zusammenhängen, werden sie ihre Erfahrungen miteinander teilen und die Gemeinsamkeit in ihrer körperbezogenen Forschung suchen. Da der körperliche Ausdruck im Tanz das weite Feld der nonverbalen Kommunikation eröffnet, beinhaltet er ungeheure Möglichkeiten, jenseits von Worten, jenseits von Erklärungen, über Grenzen hinaus, den Körpern eingeschriebene Empfindungen und Zustände des Seins zu verbinden. Können wir unser Denken auf das grundlegende Phänomen der Vernetzung ausrichten? Der Gedankenaustausch wird in verschiedene Aspekte des Tanzes eintauchen und dabei vom Körperlichen zum Philosophischen übergehen. Die Fragen, die gestellt werden, sollen neue Wege erschließen, die zur Vielfalt des physischen, emotionalen und transpersonalen Ausdrucks führen. Es sollen Wege sein, auf denen sich erfassen lässt, was für ein Reichtum in der heutigen Welt in Diversität und Vernetzung liegt.

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Nicola Mascia ist 1975 in Turin, Italien geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Tanz. Er lernte zuerst Ballett und setzte seine Ausbildung in Turin, Rom und Los Angeles mit Jazz Dance und zeitgenössischem Tanz fort. 1996 siedelte er nach Berlin über, um mit Sasha Waltz & Guests zu arbeiten. Dort war er seitdem an der Gestaltung und Aufführung und bei internationalen Tourneen von unzähligen Produktionen, Filmen und Improvisationsprojekten beteiligt; vor kurzem begann er bei der Kompanie auch als Probenleiter und Trainer. Außerdem arbeitete er u.a. mit Emio Greco / PC, Benoit Lachambre, Constanza Macras, Jeremy Wade, Meg Stuart, Peaches, Hanayo, Gianna Nannini, Julian Rosefeldt und Mike Bouchet.
2004 gewann Nicola Mascia den Preis für die beste Onscreen-Performance auf dem Toronto Moving Pictures Festival of Dance. 2005 gründete er mit dem israelischen Choreografen und Performer Matan Zamir das Künstlerduo matanicola; es wurde 2007 mit dem Kurt-Jooss-Preis für Choreographie ausgezeichnet. Ihr bisheriges Werk umfasst sieben Produktionen und kommt international zur Aufführung.

http://www.matanicola.com

 

:: K O N F E R E N Z ::
TANZ KÖRPER ERWEITERUNG
STRETCHING THE PHYSICALITY OF DANCE
Berlin | 23. – 24. August 2017

 

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