SIGAL BERGMAN

:: VORSTELLUNG DES INTERDISZIPLINÄREN PROJEKTES STÖRUNG/HAFRA’AH ::
Vortrag von Sigal Bergman

„Störung / Hafra’ah הפרעה“ war eine zweijährige interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Choreographin Yasmeen Godder und dem Theater Freiburg. Es brachte professionelle Tänzer, Choreographen, Wissenschaftler und Menschen mit Parkinson-Syndrom zusammen, um Bewegung und Bewegungsstörungen zu erforschen.

Das Projekt, das zwar offiziell, aber nicht praktisch, im Dezember 2015 endete, umfasste wöchentliche Tanztrainings mit Parkinson Patienten, Tanztrainings und Gespräche mit Wissenschaftlern, Forschung von jungen Wissenschaftlern, gemeinsame Konferenzen in Deutschland und Israel und eine künstlerische Forschung, die mit Tanz- und Videostücken abschloss.

Das Projekt war von Monica Gillette und Mia Haugland Habib ins Leben gerufen worden. In einer Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern wollten sie das typische „stille“ Wissen von Tänzern nutzen, um Menschen zu helfen, die sich mit körperlichen Behinderungen auseinanderzusetzen hatten.

Die ganze Umsetzung des Projekts machte es möglich, über die Kategorisierung der Teilnehmer in Patienten, Künstler und Wissenschaftler hinauszugehen, so dass alle auf mehreren Ebenen mitwirken konnten. Eine Form, in der es geschah, waren für die Öffentlichkeit zugängliche Versammlungen. An ihnen nahmen alle Beteiligten teil und brachten ihre jeweilige Sichtweise auf Bewegungsstörungen zum Ausdruck, von der ganz persönlichen bis hin zur künstlerischen und wissenschaftlichen.

Obwohl das Projekt inzwischen offiziell abgeschlossen ist, gehen die Tanzkurse für Parkinsontänzer sowohl in Freiburg als auch in Tel Aviv weiter. Die Website über das Projekt wird weiterhin gepflegt und bringt Beiträge von allen Beteiligten. Ebenso wachsen Arbeit und persönliche Beziehungen weiter.

https://hafraah.wordpress.com/

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Sigal Bergman, geb. 1966, wuchs in Israel auf. Sie absolvierte einen BA in Psychologie an der Hebräischen Universität und studierte Tanz an der Rubin Akademie für Musik und Tanz in Jerusalem (Israel) sowie am EEDDC in Arnheim (Holland). Sie ist ausgebildete Lehrerin der Alexander-Technik mit besonderer Spezialisierung auf Atem. In den vergangenen 20 Jahren hat sie sich mit dem Zusammenhang von Bewegung und Denken befasst, wobei sie Erfahrungen aus Alexander-Technik, Yoga, Tai-Chi, Entspannungstechniken und Improvisation einbezog. Von 1995-2009 lebte Sigal in New York City. Sie schuf dabei eigene Werke und arbeitete mit anderen Tänzer_innen zusammen. Sie war an der Fakultät für Bewegungsforschung tätig und lehrte an der Juilliard School für darstellende Künste. Von 2014-15 nahm Sigal an dem Projekt

„Störung / Hafra’ah“ teil. In einer Zusammenarbeit zwischen der Choreographin Yasmeen Godder und dem Theater Freiburg brachte es Wissenschaftler, Tänzer und Menschen mit Parkinson-Krankheit zusammen, um Bewegungs- und Bewegungsstörungen zu erforschen. Sigal entwickelt eigene Tanz- und Videostücke. Ihre jüngste Arbeit „Pale Fire“ (2016), ist ein Duett über Alter und Gedächtnis, das am Kelim Dance Center in Israel uraufgeführt worden ist und derzeit tourt. Außerdem lehrt sie an der Fakultät der Hakvutza-Tanzschule und sie gibt Workshops an den meisten großen israelischen Tanzzentren ebenso wie für Menschen mit Parkinson-Erkrankungen.

:: K O N F E R E N Z ::
TANZ KÖRPER ERWEITERUNG
STRETCHING THE PHYSICALITY OF DANCE
Berlin | 23. – 24. August 2017

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